Thursday, 8. april 2010 4 08 /04 /Apr. /2010 08:47

Sex and the Birdie – oder Golf aus männlicher und weiblicher Sicht

 

Mens Day und Ladies Day

 

Der Unterschied scheint auf der Hand zu liegen und doch sind diese in vielen Golfclubs regelmäßig abgehaltenen Termine von Grund auf verschieden. Während ein Ladies Day viel Vorbereitung der Teilnehmerinnen erfordert (Was soll ich bloß anziehen?), liegen die Tücken des Mens Day in der Verarbeitung der Folgeerscheinungen die dieses Event regelmäßig begleiten. Im Einzelnen wären dies: Erzürnte Gattin beruhigen, längere Badaufenthalte mit genauer Inspektion der Toilettenschüssel, starke Kopfschmerzen sowie Befindlichkeitsstörungen jeglicher Art am nächsten Tag.

Die als einfache, unverbindliche gemeinsame Ausübung einer Sportart Gleichgesinnter gedachte Einrichtung dient den Damen in erster Linie zur Begutachtung der clubinternern, gleichgeschlechtlichen Konkurrenz. Es gilt Fragen zu klären wie: Wer hat 2 Pfund zugenommen? Wer trägt die angesagteste Mode?  Wer hat die schönsten und teuersten Accessoires?

Nach dem Spiel – gemütliche, stauverursachende  9 Loch versteht sich – setzt Frau sich auf einen Sommerspritzer ( 0,25 – bitte nur ganz wenig Wein – ich muss noch fahren) zusammen, bespricht Rezeptideen und ähnlich weltbewegende Themen um mit einer guten Ausrede (Bügeln) baldmöglichst die Kurve nach Hause zu bekommen. Dort wird sofort die Verbündete (optimaler Weise auch eine Teilnehmerin des Ladies Days) telefonisch kontaktiert, um mit Ihr die Beobachtungen über alle Anwesenden im Einzelnen zu erörtern.

Das stärkere Geschlecht trifft sich für stramme 18 Loch Speedgolf in 3,5 Stunden. Hier wird knallhart nach Netto und Bruttopunkten abgerechnet. Zur Not zieht der Verlierer alle Register und wirft Regelfragen in den Raum, wie z.B. Was ist zu beachten, wenn an einem Par drei der Abschlag kurz vor dem Loch zum Liegen kommt ein Adler ihn aufnimmt über einem Teich fallen lässt, eine Schildkröte, die gerade aus dem Wasser steigt diesen auf dem Panzer wieder rausträgt, aber damit ins Aus läuft und ein erzürnter Bauer auf seinem Feld im Aus ihn in den Bunker wirft.

Solche Regelfragen werden auch nach Abschluss des Spiels im Clubhaus weiter hitzig, kontrovers und unter steigendem Einfluss diverser Alkoholika  diskutiert. Nicht selten endet der Abend mit Freundschaftskündigungen der Stammtischbrüder und einer nach dem anderen verlässt laut zeternd das Clubhaus. Bis der letzte – unabhängig davon, ob er als Sieger oder Verlierer aus dem Spiel hervorgegangen ist, die Zeche der ganze Gesellschaft bei dem inzwischen auch zeternden Wirt begleicht, in sein Auto – Gott sei Dank das einzige – weil letzte - auf dem Parkplatz steigt und heim zu seiner inzwischen auch zeternden Frau fährt.

Mein Tipp für alle Frauen unter Ihnen: Sein sie nicht so streng zu Ihren Gatten – schlimm wird es erst, wenn er ähnlich viel Zeit  in die Vorbereitung für den Men´s day investiert – dann können Sie davon ausgehen, dass Ihr Mann nicht zum Golfen fährt. Tipp für die Herren: Spielen Sie nie hinter der Ladies Day Truppe nach. Und zu guter Letzt: Falls Sie sich fragen, wie die richtige Lösung für die Regelfrage ist – fragen Sie einen Mann, oder diskutieren Sie das beim nächsten Mens Day aus. Ich kann es Ihnen nicht sagen – ich bin eine Frau.

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Monday, 5. april 2010 1 05 /04 /Apr. /2010 19:10

Sex and the Birdie – oder Golf aus männlicher und weiblicher Sicht

 

Was Golf mit Sex zu tun hat?

 Eine Menge finde ich. Und nein, ich meine damit nicht das sprichwörtliche „Haben Sie noch Sex oder spielen Sie schon Golf“. Ganz im Gegenteil: In beiden Disziplinen kommt es den Männern doch nur darauf an, wer den längsten (Drive) hat.

Völlig ungeachtet dessen, dass dies für Damenwelt nur eine untergeordnete Rolle spielt, sondern der Vergleich nur unter gleichgeschlechtlichen von Bedeutung ist.

Die Damen hingegen sehen das Fairway als Ihren persönlichen Laufsteg, auf dem es gilt sich möglichst anmutig zu präsentieren und bewegen. Während Man(n) stets gespielte Schläge in Brutto- und Nettopunkte umrechnet, beschäftigt sich die weibliche Konkurrenz bevorzugt mit verbrannten Kalorien pro Loch und deren Auswirkung auf Ihren BMI. Höchste Nervosität hingegen macht sich bei beiden Geschlechtern schon im Vorfeld eines Turnieres breit: Während der männliche Golfer seinen Drive mittels erheblichen, finanziellen Aufwendungen zugunsten seines Golflehrers des Vertrauens zu optimieren versucht, stellt sich die weiblichen Teilnehmerin schon Wochen im Voraus so existentiellen Fragen wie: Passt meine Clubhaustasche zu meinen Golfschuhen? Harmonieren die Schlägerhauben mit dem Sunvisor? Kann ich den Golfhandschuh von der letzten Saison noch anziehen oder trägt man lila in diesem Jahr nicht mehr?  Immer wieder gelangt Sie hierbei zur gleichen Erkenntnis: „Ich hab nichts anzuziehen!“ Also die letzten Sparbücher – die dem Golflehrer noch nicht zum Opfer gefallen sind, aufgelöst und auf zum Shopping-Marathon.

Die Moral von diesen Erkenntnisse:

Wie gut würden wir wohl alle Golf spielen, wenn Mann nicht ständig an jedem noch so kurzem Par 3 darauf bedacht wäre, den Ball mit dem Driver möglicht weit in die Prärie zu donnern – nur um von seinen in Ehrfurcht und Neid erstarrenden (männlichen) Mitspielern ein anerkennendes: „Wow,  der ist mit Sicherheit mindestens auf dem Parkplatz gelandet!“ zu entlocken und Frau nicht bei jedem Putt mit den Ohrringen in Ihrer sündhaft teuren Halskette hängen bleiben würde, und folglich Golf und Sex nichts miteinander zu tun hätten.

 

von OverBlog - veröffentlicht in: Golf
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